Abstract Von der Krankheit zur Gesundheit Ein
praktischer Weg zur Gesundheitsförderung an Schulen Sina
Weber
Um
dieser Frage nachzugehen, versuche ich zunächst zu klären, ob und warum Kinder
Unterstützung in Form von Kunsttherapie überhaupt benötigen. Dazu greife ich
einige Problembereiche aus der heutigen Lebenswelt der Kinder auf, die meiner
Erfahrung nach einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Zu diesen zählen
insbesondere die Verän- derung der Familienformen und -bedingungen, die sich häufig
daraus ergebende Einsamkeit vieler Kinder, die Verplanung der Freizeit, sowie
der Einfluss der modernen Medien, insbesondere von Computerspielen. Diese
Schwerpunkte werden durch eine Auswahl von Bildern aus der Therapie illustriert.
Auch
entwicklungspsychologische Aspekte kommen kurz zur Sprache.
In
Anlehnung an das Gesundheitskonzept des Medizin- und Gesundheits-Soziologen A.
Antonovsky liegt für mich eine der Hauptaufgaben einer erfolgreichen
Kunsttherapie darin, das Vorhandensein und die Wahrnehmung von Ressourcen zu klären
und deren Erschließung und Inanspruchnahme zu fördern. Welche Ressourcen können
durch die Therapie aktiviert werden? Anregungen
von P. Schellenbaum, insbesondere seine Definition des "Spürbe- wusstseins",
lerntheoretische Aspekte, der Handlungsansatz nach Otto K. Hanus, Modelle der
psychomentalen Strukturierung, sowie bindungstheoretische Aspekte finden bei der
Beantwortung dieser Frage Beachtung.
Dies
führt mich weiter zu den kunsttherapeutischen Verfahren, die für die
Erreichung dieser Aufgaben eingesetzt werden können. In einem kurzen Abriss
werden die wichtigsten Methoden angeführt. Dabei wird vor allem auf die
unterschiedliche Wirkungsweise von objektfreien und
gegenständlichen Arbeitsweisen hingewiesen.
Es
folgt die Falldarstellung eines an Enuresis
erkrankten Mädchens, das ich in der Poliklinik München kunstthera-
peutisch betreut habe. Im Laufe von zehn Therapiestunden wird meine
Arbeitsweise in der Praxis dargestellt und versucht, meine subjektiven
Motivationen und Einstellungen während dieses Prozesses transparent
zu machen. Die Konfrontation mit
dem Thema "Krankheit"durch die Arbeit in der Klinik, die daraus
resultierende Erfahrung, Entwicklung und Fokussierung führt mich in meinen
Schlussfolgerungen wiederum zu Aaron Antonovskys Ansatz
Heute besteht in den Sozialwissenschaften und der Medizin
Einigkeit darüber, dass Gesundheit mehrdimensional betrachtet werden muss:
Neben körperlichem Wohlbefinden (z. B. positives Körpergefühl, Fehlen von
Bescher-
In
einem abschließenden Teil versuche ich, die aus den bisherigen Erläuterungen
resultierenden Erkenntnisse zu- sammenzufassen und Schlussfolgerungen für meine künftige
Arbeit als Kunsttherapeutin zu ziehen. Um diese Er- kenntnisse praktisch
umzusetzen, habe ich die Schule als Aktionsfeld ausgewählt, da sie das Leben
der Kinder (c) by
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