Abstract
Die Bühne des Lebens
Darstellung einer therapeutischen Methode
Martin Lindner
Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick in die „Landschaft” von
Menschen
geben, welche durch einen schweren Unfall oder eine Krankheit ein
Schädel-
Hirn-Trauma kurz SHT erleiden müssen bzw. mussten.
Aus den sehr berührenden Erfahrungen bei der Arbeit mit
SHT-Rehabilitanden
entwickelte sich der Gedanke zur Entwicklung einer auf mehrere Prozesse
gleichermaßen übertragbaren kunsttherapeutisch Methode. Diese sollte
auch
die Möglichkeit eines Verlaufsvergleiches beinhalten.
Durch den innigen Kontakt mit den Rehabilitanden und ihren Nöten sowie
der
hohen Komplexität der unterschiedlichen Hirn-Schädigungen ergab sich
zusätzlich auch der Wunsch, auf das SHT-Krankheitsbild mit all seinen
Facetten beleuchtend einzugehen.
Der erste, eher theoretischer gehaltene Teil der Arbeit geht auf das
Umfeld, die Institution der Reha-Klinik mit den unterschiedlichen
Therapiebereichen und den sozialdienstlichen Leistungen ein. Auch dies
soll zur Verdeutlichung der umfangreichen Problemstellungen der Thematik
dienen. Im Weiteren gehe ich auf theoretischer Ebene näher auf die
Vielschichtigkeit
der Schädigungen ein. Ein besonderes Anliegen ist mir dabei
Verständnis für diese Menschen zu wecken, bei denen die graduelle Tiefe
und Schwere der Krankheit bzw. Schädigung nicht gesehen, erkannt,
geschweige denn verstanden wird. Die Schädigung durch Schlaganfall oder
Aneurysmen ist im sog. Alltagsverständnis sehr mit Angst und
Distanziertheit den Betroffenen und Angehörigen gegenüber verbunden.
Den Schwerpunkt des Textes bilden die Erläuterungen der Methode, mit der
Beschreibung der Bausteine der Bühne des Lebens.
Die Aspekte der Methode werden näher gebracht und zeigen, dass diese
Methode durch ihre Einfachheit und Übertragbarkeit in vielen
Bereichen des kunsttherapeutischen Arbeitens Anwendung finden kann.
Weiter werden an 3 konkreten Fallbeispielen die Möglichkeiten und
Wirkungen der Methode dargestellt. Mit den prozessbegleitenden
Bildern wird in einem Fall auch die Notwendigkeit des weiteren
Ausholens und der Verfolgung des nicht immer geradlinigen Weges
verdeutlicht. Im kurzen Bildteil werden weitere Beispiele vorgestellt.
(c) by
Martin Lindner
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