Abstract


Kreativitätsförderung mit Ton

Sandra Holzmann


Im Vorwort wird das Thema der Abschlussarbeit „Kreativitätsförderung mit Ton“ vorgestellt, um dem Leser einen Einstieg zu ermöglichen. Ich schildere

ein paar Beispiele, wo und wann Kreativität uns begegnet. Außerdem geht es um meine persönliche Motivation, diese Arbeit zu schreiben. Grundlage dafür sind die Erfahrungen während des Praktikums in einer Fachklinik für Gefäßkrankheiten und Rehabilitation. Hier arbeite ich mit den Patienten ausschließlich mit dem Medium Ton .

 

In der Einleitung werden die beiden Begriffe „Kreativität“ und „Ton“ getrennt und näher betrachtet. Außerdem gebe ich dort einen kurzen Überblick über den Inhalt der Abschlussarbeit.

Im 2.Kapitel setze ich mich mit den Begriff der „Kreativität“ auseinander und erkläre seine Bedeutung. Da Kreati- vität ein sehr vielschichtiger Begriff ist, ist eine allgemeingültige Definition nicht möglich. Dennoch kristallisieren sich bestimmte Merkmale heraus, die auf Kreativität hinweisen.

 

Im Kapitel „Kreativität und ihre Entwicklung“ zeige ich an Hand des Vierphasenmodells und meiner Abschlussar-
beit, wie ein kreativer Prozess ablaufen kann. Dabei geht es auch darum herauszufinden, welche Haltungen diese Entwicklung unterstützen bzw. blockieren können.

 

Im nächsten Abschnitt geht es um die Entwicklung von kreativen Fähigkeiten und Einstellungen. Dabei erläutere 
ich die Entwicklungsmodelle von Freud, Piaget und Erikson. Bei allen drei Entwürfen wird die Entwicklung des Menschen in verschiedene Phasen  unterteilt, wobei jede Phase einen Abschnitt einer stetigen Entwicklung darstellt. Bei Erikson wird deutlich, dass sich der Mensch bis ins hohe Alter entwickeln kann. Diese Erkenntnis ist wichtig, wenn es um die Entwicklungsförderung des Erwachsenen geht.

 

Im nächsten Gliederungspunkt geht es um die „Förderung der Entwicklung“. Dabei wird der so genannte "Indivi- duationsprozess“ nach Jung erwähnt, bei dem es darum geht, sich selbst zu erkennen. In Bezug auf Kreativitäts- förderung geht es auch darum, Ausdrucksmöglichkeiten und Zugang zu seinem kindlichen und spielerischen Poten-
tial zu finden. Ingesamt geht es um die geistige, psychische, seelische, intellektuelle, spirituelle und physiologische Entwicklung des Menschen, die im direkten Zusammenhang mit seiner schöpferischen Haltung steht.

 

In dem Kapitel „Kreativitätsförderung als entwicklungsorientierte Begleitung“ hebe ich hervor, welche Bedingungen und Eigenschaften des Menschen seine Kreativität fördern bzw. blockieren können. Dabei geht es um Kreativität 
als zentrale Lebensgestaltungskompetenz des Menschen, die eng mit dem Selbstbild und der Lebenseinstellung des Menschen verbunden ist. Hierbei gehe ich ausgiebig auf den Begriff des „flow“ ein. Im flow-Zustand geht der Mensch völlig in seiner Tätigkeit auf und erlebt ein Verschmelzen von Handlung und Bewusstsein. Dies ist der ide-
ale Nährboden für Kreativität.

 

Der nächste Abschnitt beinhaltet eine Zusammenfassung der relevanten theoretischen Aussagen für kreativitäts- fördernde Methoden. Dabei gehen wir davon aus, dass die Entwicklung des Patienten auf verschieden Ebenen beeinflusst werden kann. Diese Vorgehensweisen haben zum Ziel, die Wahrnehmung und die Sensibilität des Menschen zu steigern, sodass er sich in einem neuen Kontext erfährt und Kompetenzen erwirbt, sein Leben auf 
eine schöpferische und verantwortungsbewusste Art zu meistern.

 

Im 3. Kapitel „Kreativitätsförderung mit Ton“ werden die Begriffe „Kreativität“ und Ton wieder zusammengeführt. Gerade das erdige Material Ton bringt den Menschen in direkten Kontakt mit „Mutter Erde“, was wiederum das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Leben fördern kann.

 

Im nächsten Kapitel wird das Medium Ton mit seine Charaktereigenschaften vorgestellt. Die verschiedenen Ton- arten werden beschrieben. Dabei geht es auch um seine Bezugsquellen, Vorkommen und Lagerungsmöglichkeiten. Die Arbeitsplatzsituation wird erörtert und ich gebe eine Übersicht von einer Auswahl von Werkzeugen. Schließlich geht es um die Glasur, also um die farbliche Gestaltung, die einen wichtigen Bestandteil bei der Arbeit mit Ton darstellen kann.

 

Im darauf folgenden Abschnitt geht es um kreativitätsfördernde Aspekte in der Tonarbeit. Wichtig hierbei sind die Begriffe der „Wahrnehmung“ und „Sensibilität“ vor allem in Bezug auf den direkten Kontakt der Hände mit dem Material. Angesprochen werden die verschiedenen Sinne (Nah- und Fernsinne) des Menschen. Durch seine Be- schaffenheit ermöglicht Ton einen experimentellen Umgang.

 

In diesem Zusammenhang gehe ich auch auf den Begriff der Plastik und die heilsamen Möglichkeiten beim pla- stischen Gestalten ein. Dabei geht es primär um die Konzentrationsfähigkeit. In diesem Kontext hebe ich die Vor-
teile des Materials Ton für kunsttherapeutisches Arbeiten unter kreativitätsfördernder und heilerischer Betrach- tungsweise hervor. Der Begriff des „flow“ taucht in diesem Zusammenhang wieder auf.

 

Hervorgehoben wird auch, dass Kreativitätsförderung mit Ton nur dann auch heilsam ist, wenn der Patient sich letztendlich dadurch zentriert. Dabei kann Kreativität auch im spirituellen Zusammenhang erfahren werden.

 

Es geht um Begriffe wie „Ästhetik“, „Chaos und Ordnung“, „kreative Persönlichkeit“. Wichtig ist dabei, dass Kreativitätsförderung nur dann Sinn macht, wenn bei dem Patienten ein Transfer aus der Therapiesituation heraus 
in den Alltag stattfindet.

 

Der nächste und übernächste Abschnitt leitet zu den ausgewählten Beispielen zur Kreativitätsförderung mit Ton 
über, die ich während des Praktikums in der Rehabilitation gesammelt habe. Auch hier wird noch einmal betont, dass es für den Therapieerfolg unerlässlich ist, dass der Patient seine Erfahrungen aus der Kliniksituation mit nach Hause nimmt.

 

Unter Gliederungspunkt 3.3.2. werden die einzelnen angewandten Methoden teilweise mit Fotos dokumentiert. Außerdem werden die jeweiligen Prozesse und die Ergebnisse bezogen auf Kreativitätsförderung beschrieben. Dabei wird  zwischen Einzel-, Zweier- und Gruppenarbeit unterschieden.

 

Bei den Prozessbeschreibungen geht es jeweils um ein Fallbeispiel einer Therapiesituation. Die Methodenbe- schreibung beinhaltet: Die jeweilige Beschreibung des Settings, den Verlauf und die Prozessbeschreibung.

In der Reflexion findet noch einmal ein Rückblick mit ein paar abschließenden Gedanken statt. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Methoden direkt vom Therapeuten angewendet werden können, insofern er sich mit dem Medium Ton auskennt und schon eigene Erfahrungen mit diesem Material gesammelt hat.

(c) by Sandra Holzmann