Abstract Erwachsensein bedeutet mehr Ursula Habbicht Sich seine Rolle in diesem Stück, dem Leben, klar zu werden sich evtl. davon zu lösen, bzw. diese Rolle bewusst Sich zu entwickeln aus der Kindheit über die Adoleszenz hinaus ins Erwachsenenalter ist ein Weg, den jeder Mensch auf seine Weise geht. Jeder einzelne verfolgt seinen individuellen Lebensplan in der Welt, kreiert seine individuelle Landkarte, auf der er sich bewegt. Je bewusster man sich dessen wird und je mehr jeder sein SEIN erforscht, desto eher lässt sich ein roter Faden entdecken, an dem entlang man sich orientieren kann und somit eine Ahnung dessen bekommen, wer man ist. Geprägt durch Glaubensmuster und Annahmen über sich selbst steht jeder agierend in der Welt. Ich halte es für sinnvoll, sich mit dem Wissen über das Phänomen der Identitäten, der Schichten, die sich über das eigentliche Wesen gelegt haben, zu beschäftigen, um die ursprüngliche Lebenskraft und Ausrichtung wieder zu entdecken. Den eigenen Lebensplan zu erkennen kann ein wesentlicher Schritt zur Heilung auf allen Ebenen sein. Je klarer und bewusster die eigenen Strukturen und Handlungsmuster, "inneren Sätze" und Motivationen sind, desto freier kann sich der Mensch bewegen. Er ist nicht gebunden, nicht „verhaftet“ auf Handlungen durch die Außenwelt in nur einer Form zu reagieren. Er kann frei entscheiden wie und mit welcher Perspektive er sich im Alltag bewegt. Diese innere Freiheit kann z.B. bei innerseelischen Konflikten zu Entlastung und Entspannung führen. Die Wandelbarkeit, die Entwicklungsfähigkeit des Menschen, die selbst-verantwortliche Steuerung soll hier
auf- geführt werden. In diese Arbeit fließt das Thema des "Erwachsen-Werdens" ein. Es wird auf die Selbst-, die Eigenverantwortung im Denken und Handeln, und somit auch im Empfinden appelliert. In dieser Arbeit werden Methoden erläutert, mit Hilfe derer die Klientin/der Klient erkennen kann, dass sie/er mit Vorstellungen und Glaubenssätzen über sich in der Welt steht, die eben lediglich "nur" Vorstellungen sind. Diese sind im Laufe der Sozialisation durch das Umfeld auferlegt, haben sich mehr oder weniger tief eingeprägt. Es können zum Beispiel einschränkende Konzepte und Bilder über sich und die Welt sein die einem glauben machen,
dass man nicht geliebt ist, dass man unfähig ist etc. Mit dieser Sichtweise, dieser Brille, durch die Welt gehend werden einem genau diese Erfahrungen immer wieder gespiegelt und das Muster verfestigt sich. Dies gilt Diese Denkstrukturen zu überprüfen ist im therapeutischen Rahmen möglich und meines Erachtens als Basis einer erfolgreichen Langzeittherapie nötig. Durch das Erkennen dieser Muster, besteht also die Chance in der adäquaten Situation, innerlich Abstand zu nehmen. Vielleicht spielerisch, als Beobachtender seiner selbst. Der Klient kann nun selbst entscheiden, ob diese Dazu sind Methoden, die das Herausfiltern der Lebenspläne unterstützen und Die Skriptarbeit ist hier als Grundlage ausgeführt, um Glaubensmuster und gespeiste Annahmen über sich selbst zu erkennen. Es werden neben dem Bildmaterial die wesentlichen Kernsätze herausgearbeitet. Durch das Malen erinnerter Geschichten in verschiedenen Lebensabschnitten lassen sich tief eingeprägte Muster herausfiltern. Es gibt
Ver- Der Klient erarbeitet die Themen der Bildgeschichten und eruiert die jeweiligen Zuschreibungen und
Einschärfun- Daraus lassen sich die inneren Sätze des Klienten erkennen aus denen sich im nächsten Schritt das eigene
Lebens- skript ableiten lässt. Ist dieses Skript formuliert und vergegenwärtigt, ist es heilsam dieses meist negativ formulierte Skript nach einer gewissen Zeit nochmals zu betrachten. Jetzt kann sich der Klient die innere Erlaubnis geben die negativen Glaubenssätze umzukehren. Durch diesen Drehtüreffekt eröffnet sich dem Klienten oft eine völlig neue Lebensperspektive, die plötzlich sehr nahe liegend, logisch und als selbst-verständlich erscheint. Er kann nun nach und nach in diese hineinwachsen. Diese Form der Ressourcenarbeit ist eine Form für einen Einstieg in die kunsttherapeutische Einzelarbeit. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Heilungsarbeit mit dem so genannten "Inneren Kind". Dieser bezieht sich auf die Gefühle, die man als Kind hatte und die niemals zurechtgerückt wurden. Der Klient Während die Kinder groß werden und den Körper und die geistige Fähigkeit von Erwachsenen bekommen,
arbei- Der Krisenschmerz reißt die Wunden der Kindheit von neuem auf, und sie durchlaufen als Erwachsene immer wieder denselben Kummer. Bei jeder Verletzung vergrößert sich die Narbe der Wunde. Anstatt zu heilen wird Sich mit dem inneren Kind und all seinen Bedürfnissen vertraut zu machen, sich diesem als liebevoller Erwachsene In der Therapie wird die Hinführung zu den Kind-Identitäten z.B. durch eine vom Therapeuten geführte innere Die Forschungsreise durch den Dschungel des Erkennens kann zu einem aufregenden Abenteuer sowohl für den Klienten, als auch für den begleitenden Therapeuten werden. Es ist ein Weg der Ganzwerdung, der Heilwerdung, |